JUSCHMUSIC

DJ-Equipment für Anfänger

Zum Anfangen brauchst du vier Dinge: einen DJ-Controller mit zwei Decks, ein Gerät, auf dem die Musik liegt (Handy, iPad oder Laptop), einen Kopfhörer zum Vorhören und etwas, das Ton macht. Mit einem AlphaTheta DDJ-FLX2 und einem Pioneer HDJ-CUE1 bist du für rund 230 Euro startklar, vorausgesetzt Handy oder Laptop sind schon da. Wer im Workshop am DDJ-FLX4 stand und dabeibleiben will, nimmt gleich den, dann sind es rund 380 Euro. Die Software kostet nichts, Lautsprecher braucht am Anfang niemand zu kaufen.

Diese Seite ist die Antwort auf die Frage, die nach jedem Workshop kommt: Was brauchen wir zu Hause? Ich empfehle hier nur Geräte, mit denen ich selbst arbeite, im Workshop und im Verleih.

Vier Dinge, mehr nicht

01

Ein Controller

Zwei Decks, ein eingebautes Mischpult, eine Soundkarte. Damit übst du Übergänge, und darum geht es am Anfang ausschließlich.

02

Ein Gerät mit der Musik

Handy, iPad oder Laptop, darauf läuft die Software: rekordbox, djay, Serato DJ Lite oder Traktor Play, alle in der Einsteigerversion kostenlos. Der Controller allein spielt nichts ab, er steuert nur.

03

Ein Kopfhörer

Geschlossen, mit drehbarer Muschel. Ohne Vorhören bleibt jeder Übergang Glückssache. Der einzige Posten, an dem Sparen wehtut.

04

Etwas, das Ton macht

Die Box, die schon im Zimmer steht, reicht. Eine PA kaufst du nicht, die mietest du für den einen Abend, an dem du sie brauchst.

Alle Preise sind gerundete Orientierungswerte, Stand September 2026. Was ein Gerät heute tatsächlich kostet, steht beim Händler.

Der häufigste Irrtum: Ein DJ-Controller ist kein Abspielgerät. Die Musik liegt auf einem Handy, einem Tablet oder einem Laptop, dort läuft auch die Software. Der Controller ist nur die Bedienoberfläche dafür.

Beim DDJ-FLX2 reicht ein einziges USB-C-Kabel zum Handy oder iPad, der Controller zieht seinen Strom aus demselben Kabel. Beim DDJ-FLX4 gilt das nur am Laptop. Hängt er an Handy oder Tablet, braucht er zusätzlich Strom aus einem USB-Netzteil oder einer Powerbank, also ein zweites Kabel.

Software gibt es für beide kostenlos: rekordbox, Serato DJ Lite, djay und Traktor Play. rekordbox und djay laufen auch auf iOS und Android, ein Rechner ist also keine Pflicht.

Setup 1 · um 230 €

Der Einstieg

Für alle, bei denen offen ist, wie lange die Begeisterung hält. Läuft ohne Laptop, passt auf jeden Schreibtisch, und alles, was man zum Üben braucht, ist dabei.

AlphaTheta DDJ-FLX2 DJ-Controller mit zwei Decks von schräg oben

2-Deck-DJ-Controller

AlphaTheta DDJ-FLX2

um 170 €

Der günstigste Einstieg, der sich nicht wie Spielzeug anfühlt.

Der FLX2 ist der Nachfolger des DDJ-200 und für den ersten eigenen Controller genau richtig. Er läuft am Laptop, aber auch direkt am Handy oder am Tablet, und das ist zu Hause meistens der kürzere Weg. Zwei Decks, Effekte, Smart Fader: alles da, um die Übergänge zu üben, die im Workshop dran waren. Die Marke heißt inzwischen AlphaTheta, dahinter steckt Pioneer DJ. Die Bedienlogik ist dieselbe wie an den großen Geräten.

Für wen: Kinder ab 10, Jugendliche und alle, die erst mal schauen wollen, ob es hält.

  • Läuft mit Handy, Tablet oder Laptop, ein Rechner ist keine Pflicht
  • rekordbox, Serato DJ Lite und djay sind in der Einsteigerversion kostenlos
  • Passt auf jeden Schreibtisch und in jeden Rucksack
  • Smart Fader gleicht Übergänge an, solange die Hand das noch nicht kann

Was du dazu brauchst: Ein Zuspielgerät mit der Musik: iPhone oder iPad, Android-Handy, Laptop oder Mac. Der FLX2 hängt per USB-C daran und zieht seinen Strom aus demselben Kabel, ein Netzteil braucht es nicht. Dazu eine der kostenlosen Apps: rekordbox, djay, Serato DJ Lite oder Traktor Play. Der Ton geht über eine 3,5-mm-Klinke raus, passt also an jede Box mit AUX-Eingang.

Das Aber: Kleinere Jogwheels und weniger Anschlüsse als der FLX4, der gut 150 Euro mehr kostet. Wer jetzt schon weiß, dass er dabeibleibt, spart mit dem FLX4 den zweiten Kauf.

Pioneer DJ HDJ-CUE1 DJ-Kopfhörer in Schwarz von der Seite

DJ-Kopfhörer

Pioneer DJ HDJ-CUE1

um 60 €

Der Kopfhörer, mit dem das Vorhören überhaupt erst funktioniert.

Ein DJ-Kopfhörer ist kein Zubehör, sondern die Hälfte der Technik: Ohne Vorhören kein sauberer Übergang. Der HDJ-CUE1 ist die Einsteigerversion von Pioneer DJ, sitzt fest genug, um ihn beim Vorhören auf ein Ohr zu drehen, und dämmt so weit ab, dass man den nächsten Track auch neben lauter Musik beurteilen kann. Für den Anfang ist er die vernünftigste Wahl im Regal.

Für wen: Jeder, der anfängt. Der Kopfhörer aus dem Handy-Karton reicht dafür nicht.

  • Dreh- und klappbare Ohrmuschel, damit funktioniert das Vorhören auf einem Ohr
  • Dämmt genug ab, um neben der Box noch etwas zu hören
  • Robust genug für den Rucksack
  • Kabel abnehmbar, ein Ersatzkabel kostet wenig

Was du dazu brauchst: Nichts weiter. Der Klinkenadapter für die große 6,3-mm-Buchse am FLX4 liegt bei. Am FLX2 steckst du ihn direkt in die 3,5-mm-Buchse.

Das Aber: Klanglich kein Studiokopfhörer. Wer damit auch Musik produzieren will, ist woanders besser aufgehoben.

Setup 2 · um 380 €

Das Gerät, das mitwächst

Derselbe Controller, an dem ich unterrichte. Wer im Workshop daran stand, muss zu Hause nichts umlernen. Dazu derselbe Kopfhörer wie oben.

Pioneer DJ DDJ-FLX4 DJ-Controller mit zwei Decks und integriertem Mischpult

2-Deck-DJ-Controller

Pioneer DJ DDJ-FLX4

um 320 €

Der Controller aus meinem Workshop. Wer darauf gelernt hat, legt zu Hause sofort los.

Der FLX4 ist das Gerät, an dem bei mir im Workshop und im Verleih gearbeitet wird. Layout, Tastenbelegung und Effekte sind dieselben, es gibt also keine Umgewöhnung. Zwei Decks, ein integriertes Mischpult, Loops, Effekte und ein Mikrofoneingang. Er läuft mit rekordbox und Serato am Laptop und per djay auch vom Handy. Angeschlossen wird er per USB, der Ton geht über den Master-Ausgang direkt an eine Box oder PA.

Für wen: Alle, die nach dem Workshop weitermachen wollen, und alle, die auch mal auf einer echten Feier auflegen.

  • Gleiches Layout wie im Workshop und im Verleih
  • Zwei Decks mit vollwertigem Mischpult, Loops und Effekten
  • Mikrofoneingang, damit reicht er auch für eine kleine Feier
  • Läuft mit rekordbox, Serato und djay, in den Einsteigerversionen kostenlos

Was du dazu brauchst: Am Laptop reicht ein USB-C-Kabel, darüber läuft auch der Strom. Am iPad oder Handy brauchst du ein zweites Kabel: eines zum Gerät, eines vom Strom-Anschluss an ein normales USB-Netzteil oder eine Powerbank. Software: rekordbox, Serato DJ Lite, djay oder Traktor Play, alle in der Einsteigerversion kostenlos. Der Ton kommt über Cinch raus, also direkt an eine Aktivbox oder PA, dazu gibt es einen Mikrofoneingang.

Das Aber: Braucht mehr Platz als der FLX2 und in der Praxis meistens einen Laptop daneben.

Erst ausprobieren: Denselben Pioneer DJ DDJ-FLX4 vermiete ich in Hamburg für 25 € pro Tag. Controller mieten.

Wenn es ernst wird

Das eine Upgrade, das sich lohnt

Nicht der nächstgrößere Controller, sondern der Kopfhörer. Er wandert später auf jedes Gerät mit und hält länger als alles andere im Setup.

Sennheiser HD 25 DJ-Kopfhörer in Schwarz von der Seite

DJ-Kopfhörer (Profistandard)

Sennheiser HD 25

um 140 €

Der Klassiker. Steht seit Jahrzehnten in fast jeder DJ-Kanzel.

Wenn du dabeibleibst, landest du früher oder später beim HD 25. Er ist leicht, dämmt ungewöhnlich stark ab und hält Jahre. Der eigentliche Grund für die Empfehlung ist aber ein anderer: Es gibt jedes Einzelteil als Ersatzteil. Kabel, Ohrpolster, Bügel und sogar die Hörerkapsel lassen sich einzeln nachkaufen. Ein HD 25 geht deshalb selten kaputt, er wird repariert.

Für wen: Alle, die regelmäßig auflegen oder es vorhaben. Als erster Kopfhörer ist er Luxus, als letzter ist er günstig.

  • Sehr starke Abschirmung, funktioniert auch direkt neben der PA
  • Leicht genug für lange Abende
  • Jedes Einzelteil ist als Ersatzteil erhältlich
  • Hält bei normalem Gebrauch viele Jahre

Was du dazu brauchst: Nichts weiter. Der 6,3-mm-Adapter ist dabei, das Kabel ist steckbar und einzeln nachkaufbar.

Das Aber: Der Anpressdruck ist am Anfang ungewohnt, das gibt sich nach ein paar Wochen. Und er kostet mehr als das Doppelte des HDJ-CUE1.

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Viel später · um 750 €

Der nächste Controller, irgendwann

Nur der Vollständigkeit halber, und ausdrücklich nicht als zweiter Kauf nach ein paar Wochen. Wenn nach ein, zwei Jahren zwei Decks zu wenig werden und du anfängst, eigene Versionen zu bauen statt Tracks aneinanderzuhängen, sieht das Gerät so aus.

AlphaTheta DDJ-GRV6 4-Kanal-DJ-Controller von schräg oben

4-Kanal-DJ-Controller

AlphaTheta DDJ-GRV6

um 750 €

Der Schritt vom Auflegen zum Umbauen: Drums live tauschen, statt nur Tracks aneinanderzuhängen.

Der GRV6 ist der Nachfolger des DDJ-FLX6 und spielt in einer anderen Liga als die beiden Einsteiger. Vier Kanäle, große Jogwheels, ein ausgewachsener Mixer, und als Besonderheit Groove Circuit: Damit tauschst du das Schlagzeug eines Tracks live gegen ein anderes oder ziehst dir die Drums aus einem Song heraus und legst sie unter einen anderen. Das ist kein Effekt zum Angeben, sondern der Übergang vom Abspielen zum eigenen Arrangement.

Für wen: Wer nach ein, zwei Jahren merkt, dass zwei Decks zu wenig sind, und wer eigene Versionen bauen will statt nur zu mischen.

  • Vier Kanäle statt zwei, also Platz für Acapellas, Loops und einen dritten Track
  • Groove Circuit tauscht Drums in Echtzeit, in rekordbox für Mac und Windows
  • Große Jogwheels wie an den Clubgeräten, das Gefühl ist ein anderes
  • Läuft mit rekordbox und mit Serato DJ Pro

Was du dazu brauchst: Ein Laptop oder Mac. Groove Circuit läuft in rekordbox für Mac und Windows, auf iOS und Android arbeitet es nur mit dem Sampler. Alternativ Serato DJ Pro. Dazu eine Aktivbox oder PA am Cinch- beziehungsweise XLR-Ausgang.

Das Aber: Für den Einstieg deutlich zu viel Gerät, sowohl vom Preis als auch von der Bedienung. Wer noch am ersten sauberen Übergang arbeitet, lernt am FLX4 schneller.

Was du nicht brauchst

  • Eine eigene PA-Anlage. Für die eine Feier im Jahr ist Mieten billiger, und den Aufbau erklärt dir jemand.
  • Bezahlte Software. rekordbox, Serato DJ Lite und djay reichen in der kostenlosen Version jahrelang.
  • Einen neuen Laptop. Fast jeder Rechner der letzten Jahre packt zwei Decks.
  • Plattenspieler. Faszinierend, teuer, und für die ersten Monate der falsche Weg.
  • Spielzeug-Controller ohne Kopfhörerausgang. Sie sehen aus wie das Original, aber Vorhören geht nicht.
  • Bluetooth-Kopfhörer. Die Verzögerung macht sauberes Vorhören unmöglich.

Der ehrlichste Rat auf dieser Seite

Erst mieten, dann kaufen

Ein Wochenende mit einem geliehenen Controller beantwortet die Kauffrage besser als jeder Testbericht. Der DDJ-FLX4 kostet bei mir 25 Euro pro Tag, und wenn danach gekauft wird, dann mit einem Grund. Wer lieber gleich richtig anfangen will: Im Einzelcoaching sitzen wir zwei Stunden an genau dem Gerät, das hier steht.

Häufige Fragen

Was brauche ich als Anfänger wirklich?+

Einen DJ-Controller mit zwei Decks und Kopfhörerausgang, einen geschlossenen DJ-Kopfhörer und eine Box oder Kopfhörer zum Hören. Zusammen rund 230 Euro. Die Software ist in der Einsteigerversion kostenlos.

Welcher DJ-Controller ist der beste für den Einstieg?+

Der AlphaTheta DDJ-FLX2 für rund 200 Euro, weil er auch ohne Laptop am Handy oder Tablet läuft. Wer weiß, dass er dabeibleibt, nimmt den Pioneer DDJ-FLX4 für rund 300 Euro und spart sich den zweiten Kauf.

Brauche ich einen Laptop?+

Nicht zwingend. Der DDJ-FLX2 läuft per USB-C direkt am iPhone, iPad oder Android-Gerät und zieht seinen Strom aus demselben Kabel. Beim DDJ-FLX4 geht das auch, dort brauchst du am Handy oder Tablet aber ein zweites Kabel für die Stromversorgung. Am Laptop reicht bei beiden ein Kabel.

Welche Software brauche ich und was kostet sie?+

Beide Controller laufen mit rekordbox, Serato DJ Lite, djay und Traktor Play. Die Einsteigerversionen sind kostenlos, für den Anfang fehlt darin nichts. rekordbox und djay gibt es auch für iOS und Android, du kannst also komplett ohne Rechner arbeiten.

Wo kommt die Musik her?+

Entweder aus Dateien auf dem Gerät oder aus einem Streamingdienst. rekordbox und djay binden unter anderem TIDAL, Beatport, SoundCloud Go+ und Apple Music ein. Für Auftritte lohnt es sich, die wichtigsten Tracks als Datei zu haben, weil das WLAN auf Feiern selten mitspielt.

Muss ich Lautsprecher kaufen?+

Nein. Zum Üben reicht der Kopfhörer oder die Bluetooth-Box, die ohnehin im Zimmer steht. Für eine echte Feier ist Mieten günstiger als Kaufen, eine PA-Säule kostet bei mir 90 Euro pro Tag.

Kann ich das Equipment vorher ausprobieren?+

Ja. Ich vermiete den Pioneer DDJ-FLX4 in Hamburg für 25 Euro pro Tag. Ein Wochenende damit beantwortet die Kauffrage zuverlässiger als jeder Testbericht.

Was kostet die DJ-Software?+

Nichts. rekordbox, Serato DJ Lite und djay sind in den Einsteigerversionen kostenlos und liegen den Controllern bei. Bezahlversionen lohnen sich erst, wenn man ihre Funktionen vermisst.

Geschrieben von DJ Jusch, DJ aus Hamburg-Eimsbüttel. Ich gebe DJ-Workshops für Kinder, Junggesellenabschiede und Firmen und vermiete das Equipment, das hier empfohlen wird.

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